Henke Sass Wolf

Nadelloses Impfgerät mit globalem Tracking

Henke Sass Wolf hat ein patentiertes Impfgerät für Schweine entwickelt, das keine Nadel benötigt. Wir haben dazu eine App und Cloud-Plattform geschaffen, um weltweit Impfereignisse zu tracken – für mehr Transparenz. Und Tierwohl.

Mehr zum Projekt

Hintergrund 

Henke Sass Wolf (HSW) ist weltweit führender Hersteller von Medizintechnik in der Human- und Veterinärmedizin. Kontinuierlich hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung machen HSW zu einem branchenweiten Innovationstreiber.
Eine der jüngsten Innovationen ist ein Impfgerät für Schweine, das ohne Nadel auskommt. Es injiziert Impfmittel durch eine von HSW patentierte Hochdruck-Technologie. Dieser Impfvorgang ist nicht nur förderlich für das Tierwohl, sondern erleichtert auch den Impfprozess für Tierärzt:innen oder Farmmanager:innen. Das Impfgerät wurde in Zusammenarbeit mit dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim (BI) entwickelt. BI ist das größte forschende Pharmaunternehmen in Deutschland. Das Kerngeschäft ist das Erforschen, Entwickeln, Herstellen und Vertreiben von Arzneimitteln für Mensch und Tier. So ist BI auch führender Hersteller von veterinären Impfstoffen.
Das gemeinsam entwickelte Produkt ist als EPIG Impfgerät (HSW Branding) und FreVAX Impfgerät (BI Branding) erhältlich. 

Herausforderung

Das nadellose Impfgerät erfasst selektierte Daten über den Zustand des Geräts und den Impfvorgang beim Tier, die für Pharmaindustrie und Tierwirtschaft relevant sind. Um diese Daten nutzen zu können, müssen sie sichtbar und verwertbar gemacht werden.

Lösung

In enger Zusammenarbeit haben HSW, BI und tresmo klare Ziele und Anwendungsfälle für eine IoT-Lösung erarbeitet. Eine App- und Cloud-Lösung bringt echte Mehrwerte für Impfgerät-Besitzer:innen, wie z.B. Tierärzt:innen und Farmmanager:innen und zahlt zusätzlich auf die Interessen von BI und HSW ein.

In der ersten App-Version lag der Fokus auf Funktionen, die den Umgang mit dem Bluetooth-fähigen Impfgerät und den Geräteservice verbessern.
Über die App lassen sich Remote-Firmware-Updates für alle Impfgeräte im Feld weltweit gleichzeitig veröffentlichen. Zusammen mit der automatischen Fehlerdiagnose per App, den Anleitungen zur Soforthilfe und dem nahtlos integrierten Kundenservice, können HSW und BI dem:der Impfgerät-Besitzer:in unmittelbaren Service und Support anbieten – überall auf der Welt.

Nach einem erfolgreichen Praxistest der ersten Version wurde die App im zweiten Schritt durch ein umfängliches Impfmanagement erweitert.
In einem eigenen Account können Farmmanager:innen oder Tierärzt:innen Impfungen dokumentieren, wichtige Daten wie Impfstoff und geimpfte Tiergruppen hinterlegen sowie die gespeicherten Impfdaten des Impfgeräts zuordnen. Durch die zuverlässige Dokumentation können verbindliche Nachweise zum Impfprozess exportiert werden.

Zusätzlich können die Anwender:innen über die App auch einige Geräteeinstellungen wie Sprache und Uhrzeit ändern und erhält Handlungsempfehlungen zum Umgang mit dem Impfgerät. 

Mehrwert 

Die unterschiedlichen Stakeholder:innen, die in diesem Ökosystem agieren, haben verschiedene Interessen an der Datengenerierung beim Impfprozess. Die gemeinsame Gestaltung, Umsetzung und Einführung der App zum Impfgerät ist ein Beispiel dafür, wie der erfolgreiche Go-to-Market in ein digitales Ökosystem aus Produkten und Services aussehen kann und welche direkten Mehrwerte für die einzelnen Stakeholder:innen dadurch geschaffen werden: 

  • Internationalisierte Bedienung des Impfgeräts
  • Selbständige Durchführung eines digitalen Geräte-Checks vor Ort
  • Reduzierter Aufwand bei der Impfdokumentation und verlässliche Datenqualität zur Gesundheit der Tiere für Farmmanager und Tierärzte
  • Transparenter Einblick in die Nachfrage und Nutzung von Impfstoffen für das Pharmaunternehmen BI
  • Interne Kostenreduzierung bei HSW durch einen innovativen Remote-Service zum Impfgerät, bei dem die Gerätewartung verkürzt, Garantiefälle basierend auf Nutzerverhalten gewährt und Supportanfragen schneller bearbeitet werden können

Über allem steht der “One Health Ansatz”, der auf dem Verständnis basiert, dass die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt eng miteinander zusammenhängen.
Durch die verbesserte Transparenz der Daten über weltweite Impfprozesse, werden nicht nur Faktoren beeinflusst, die direkt auf das Tierwohl einzahlen, sondern auch das Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier verbessern, sowie die Transparenz und Qualität für den Endkonsumenten erhöhen.